An insgesamt acht Stationen waren die Kleinen und ihre Begleiter:innen eingeladen, beispielsweise mit Hilfe von Würfeln und Karten Geschichten zu erfinden und zu erzählen. Oder ein Notizbuch selbst zu erstellen und mit eigenen Mustern zu verzieren. Von der Stadtbibliothek Ludwigshafen waren kleine Tablet-Geräte zur Verfügung gestellt worden. Mit diesen Geräten konnten die Kinder Fotos machen und anschließend daraus kleine Comics selbst erstellen – die sehr jungen Autor:innen waren begeistert – sowohl über das Resultat als auch über die eigene, manchmal ungeahnte Kompetenz.

Kindgerechte Filmchen erwarteten die Kleinen in einem improvisierten Kinosaal, getoppt mit echtem Popcorn – wie bei den Großen! Eher ungewöhnlich war die Darbietung von Märchen oder anderen Geschichten mittels eines Holzrahmens, in den immer wieder neue gemalte Bilder eingeschoben wurden. In Japan hat diese Art des Erzähltheaters unter dem Namen Kamishibai eine lange Tradition.

Rätselraten rund um Geschichten war eine weitere Aktivität, die viel Zuspruch fand. Und wirklich tolle Ergebnisse, auch zum Mitnehmen, kamen am Basteltisch mit ausrangierten Büchern zutage. Ein aufgeschlagenes kleineres Buch, dessen hochstehende und an den Rändern abfallende Seiten wie die Silhouette eines Igels aussehen, oder gefaltete Figürchen (Engelchen, kleine Fantasietiere usw.) sind schöne, dekorative Erinnerungsstücke, die auch zu Weihnachten, und nicht nur dann, aus einem Tisch oder einer Ablage einen „Hingucker“ machen, der Bewunderung auslöst.

Jedes Kind erhielt bei jeder Station einen Stempel, und am Ende konnte es – gestärkt mit einem kleinen Imbiss – voll Stolz eine persönliche Urkunde abholen: Ein schönes Erinnerungsstück und „Leistungsnachweis“ – pardon, Mitbringsel – für die daheim Gebliebenen.

Dr. Marianne Gretz