VII. Internationales Erzählfest in der Zeit von 17. bis 24.09.2017

„Geschichten suchen ein Zuhause“

So lautet das Motto des VII. Internationalen Erzählfestes der „Offensive Bildung“ in der Metropolregion Rhein-Neckar in der Zeit von 17. bis 24.09.2017. Die Planungen dafür sind in vollem Gange.

Geschichten verbinden Menschen und Kulturen. Überall auf der Welt werden Geschichten erzählt. Das Internationale Erzählfest möchte in diesem Jahr Menschen zusammenführen. Dazu werden Erzählkünstlerinnen und Erzählkünstler aus verschiedenen Ländern und Kulturen auch an Orten und in Einrichtungen auftreten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Menschen mit Fluchterfahrungen und Migrationshintergrund zu integrieren. Im Fokus stehen dabei wie immer die Kinder.

Bereits zum siebten Mal veranstaltet das Heinrich Pesch Haus, Katholische Akademie Rhein-Neckar, ein internationales Erzählfest. Geschichtenerzähler aus aller Welt besuchen wieder Einrichtungen in der Metropolregion und schlagen ihr rotes Erzählzelt auf öffentlichen Plätzen auf. Ihre Geschichten verzaubern nicht nur kleine, sondern auch große Menschen.

Als langjähriger Hauptsponsor engagiert sich wieder die BASF SE für das einzigartige Erzählevent. Finanzielle Unterstützung kommt in diesem Jahr auch von der Heinrich Pesch Stiftung.

Entstanden ist das Internationale Erzählfest aus dem Projekt „Erzählwerkstatt“ der „Offensive Bildung“. In der „Offensive Bildung“ engagieren sich seit 2005 Wirtschaft, Spitzenverbände, Träger von Kindertagesstätten, Schulen, Wissenschaft und Fachpraxis gemeinsam für gute und vielseitige frühkindliche Bildung in den Kitas und Grundschulen in der Metropolregion Rhein-Neckar. Bis heute haben 470 Einrichtungen an den Projekten teilgenommen, davon 440 Kindertagesstätten, 24 Grundschulen und 6 pädagogische Fachschulen. Hierbei wurden über 3.600 pädagogische Fach- und Lehrkräfte geschult und über 41.000 Kinder erreicht (Stand: 30. September 2016).

Die künstlerische Leitung haben auch in diesem Jahr wieder Susanne Tiggemann  und Thomas Hoffmeister-Höfener. „Die Welt ist in Bewegung. Viele Menschen mussten ihr Zuhause verlassen und haben sich zu uns geflüchtet. Was bei der Integration helfen kann, sind Orte, an den wir uns begegnen und an denen die Sprache kein Hindernis sein muss.“ So erklärt Thomas Hoffmeister-Höfener das Motto für das VII. Internationale Erzählfest „Geschichten suchen ein Zuhause“. Susanne Tiggemann sieht in diesem Jahr eine besondere Herausforderung darin, Menschen mit Migrations- und/oder Flüchtlingshintergrund zu erreichen.

Das erste neue Format hat sie bereits entwickelt: „Bücher suchen ein Zuhause“. Dabei soll es erstmals eine Kooperation von Grundschulen und Bibliotheken in der Metropolregion Rhein-Neckar geben. „In Büchern findet man Geschichten“, sagt sie. Beim VII. Internationalen Erzählfest werden professionelle Erzählkünstler_innen Geschichten aus einem Buch für Grundschulkinder frei erzählen. Am Ende bleibt das Buch bei den Kindern. So können sie die Geschichte nachlesen, neu erzählen und vielleicht noch viele weitere spannende Geschichten in dem Buch entdecken. Durch die Kooperation mit Büchereien vor Ort entsteht eine nachhaltige Beschäftigung mit dem Medium Buch, hofft die Erzählerin: „Die Freude an Geschichten, am Lesen und Zuhören wird geweckt, die Kinder bekommen Lust auf mehr und so entsteht ein sehr persönlicher Zugang in die Welt der Bücher.“

Über die weiteren Planungen und die Erzählkünstler_innen berichten wir regelmäßig auf unserer Website.

brid /07.04.2017